try another color:
try another fontsize: 60% 70% 80% 90%
Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

ifrOSS bleibt ifrOSS, aber benennt sich um ...

Von Axel Metzger
 
Das Institut für Rechtsfragen der Open Source Software wird künftig "Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software - ifrOSS" heißen. Das ifrOSS versucht durch die Aufnahme des Begriffs "Freie Software" seine neutrale Haltung gegenüber den Meinungsverschiedenheiten über die Begriffe Freie bzw. Open Source Software stärker nach außen zu dokumentieren, als dies bisher der Fall war.

Hintergrund:
Ein Phänomen, zwei Namen. Was für die einen Freie Software ist, ist für die anderen Open Source. Auch wenn die beiden Begriffe ein Phänomen bezeichnen, nämlich die Verbreitung von Software unter Verwendung von Lizenzen, die den Nutzern die Vervielfältigung, Verbreitung und Veränderung gestatten, so handelt es sich doch nicht um inhaltliche Synonyme, denn die dahinter stehenden weltanschaulichen Überzeugungen differieren.
Der Begriff der Freien Software stellt die Freiheit des Nutzers im Umgang mit der Software stärker in den Vordergrund, entsprechend gesellschaftspolitisch motiviert lesen sich die Texte der Free Software Foundation. Der Begriff der Open Source Software symbolisiert dagegen eine gewisse Zurückhaltung gegenüber sozialen Visionen, in dem er die technische Seite der Quelloffenheit in den Vordergrund rückt. Die Seite der Open Source Initiative präsentiert sich dementsprechend zurückhaltender. Vielleicht ist dies auch einer der Gründe, warum sich Wirtschaft, Verwaltung, Politik und nicht auch zuletzt die juristische Diskussion bislang zumeist mit der Nennung der Open Source Software begnügt hat.
Wer sich neutral verhalten möchte, kommt nach Überzeugung des ifrOSS nicht umhin, beide Begriffe paritätisch zu verwenden. Solange einige Entwicklergruppen sich selbst und ihre Lizenzen als "frei" beschreiben, während andere sich selbst und ihre Lizenzen als "Open Source" bezeichnen, wird das Verschweigen des jeweils anderen Begriffs als eine Parteinahme verstanden. Wer Ansprechpartner für beide Seiten werden will oder bleiben möchte, sollte beide Begriffe verwenden.