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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Konferenz zu Rechtsfragen der freien Software in Hannover mit Eben Moglen, Till Jaeger und Axel Metzger

von: Prof. Dr. Axel Metzger
 
Am 17. und 18. März 2010 findet in Hannover eine hochrangig besetzte Konferenz zu den Rechtsfragen freier Software und freier Inhalte statt. Unter den Sprechern sind Prof. Eben Moglen, Columbia Law School und Software Freedom Law Center, Dr. Till Jaeger, ifrOSS und JBB Rechtsanwälte, Prof. Dr. Axel Metzger, ifrOSS und Leibniz Universität Hannover. Weitere Themen der Konferenz sind Urheberrechtsschranken und die Haftung von Internet Service Providern.

Die Konferenz wird vom Institut für Rechtsinformatik, Hannover in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Dreier (Karlsruher Institut für Technologie) und Prof. Dr. Gerald Spindler (Georg-August-Universität Göttingen) ausgerichtet.Die Sitzung am 17.03. am Vormittag ist den Urheberrechtsschranken gewidmet, der Nachmittag der Haftung von ISPs.
Am 18.03. vormittags von 9:00 bis 13:00 geht es dann um aktuelle Rechtsfragen von freier Software und freien Inhalten. Zunächst werde ich selbst eine Einführung zu den aktuellen Rechtsfragen von "FOSS"-Communities in Europa geben und hierbei u.a. auch die aktuellen Urteile aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland behandeln.
Es folgt Prof. Eben Moglen, Columbia Law School, ehem. Board Member und Legal Counsel der Free Software Foundation, Gründer des Software Freedom Law Center in New York. Eben Moglen hat den Reformprozess hin zur GPL Version 3 koordiniert und maßgeblich beeinflusst und ist der führende US-Jurist, wenn es um Rechtsfragen der freien Software geht. Er wird über seine Erfahrungen aus der Reform der GPL berichten und einen Einblick in die gegenwärtige Debatte in den USA geben.

Im Anschluss wird Dr. Till Jaeger, ifrOSS-Gründungsmitglied und Rechtsanwalt bei JBB über die Rechtsdurchsetzung von OSS-Lizenzen in Deutschland und Europa referieren. Till Jaeger war der juristische Vertreter in allen bislang erfolgten gerichtlichen Durchsetzungen der GPL in Deutschland. Es folgt Dr. Catharina Maracke, ehem. Director Creative Commons International, mit einem Bericht zum Stand und zu den Perspektiven des Internationalisierungsprojekts bei Creative Commons. Catharina Maracke hat an der Erstellung der mittlerweile über 50 Länderlizenzen bei CC maßgeblich mitgewirkt.

Der folgende Beitrag von Prof. Dr. Dan Wielsch von der Universität Köln ist der Binnenstruktur von FOSS-Gemeinschaften gewidmet (Linux, Wikipedia and other Neworks: Governed by Bilateral Contracts, Corporations or Something in-between?). Dan Wielsch geht der Frage nach, ob es sich bei den Gemeinschaften rechtlich wirklich nur um Netzwerke zweiseitiger Vertragsverhältnisse handelt oder ob es in den letzten Jahren zu einer stärkeren rechtlichen Verfasstheit der Binnenorganisation gekommen ist. Zum Abschluss wird Prof. Dr. Nikolaus Peifer von der Universität Köln zu den Regulierungsfragen von Open Access Stellung nehmen. Das Thema ist seit dem Heidelberger Appell zu einem Dauerbrenner in der wissenschaftspolitischen Diskussion avaciert. Nikolaus Peifer wird zu den gegenwärtig diskutieren Reformvorschlägen in Deutschland und weiteren Regulierungsfragen Stellung beziehen.   

Weitere Informationen zu der Konferenz und die Kontaktadresse für die Anmeldung findet sich hier: http://www.iri.uni-hannover.de/conference.html.