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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Neue Initiative zur Förderung von Open Source Software: Open Source Alliance

Von Dr. Julia Küng
 
Die diesjährige LinuxWorld in New York setzte den offiziellen Kick-Off für die neu gegründete Open Solutions Alliance (OSA). Ursprünglich zehn US-Open-Source-Firmen haben sich zur OSA formiert. Ziel der OSA ist die Förderung des Einsatzes von Open Source Software in Unternehmen. Erreichen möchte die OSA dieses Ziel einerseits durch die Bewusstseinsschärfung der Unternehmen für die Vorteile von Open Source Lösungen, andererseits aber besonders durch die verbesserte Interoperabilität von Open Source Software verschiedener Anbieter.

Hintergrund:

Anfang November 2006 traten zehn Open Source-Unternehmen mit dem Ziel zusammen, den Markt für offene Lösungen speziell für Unternehmen zu vergrößern: Adaptive Planning, Centric CRM, CollabNet, EnterpriseDB, Hyperic, JasperSoft, Openbravo, SourceForge.net, SpikeSource und Talend. Diese Open Source-Unternehmen identifizierten drei Hauptstrategien zum Abbau von Barrieren für den Umstieg auf Open Source Software, welche im Mittelpunkt der Arbeit der OSA stehen werden:

Die Erstellung und Bewerbung von Guidelines und „best practices“ für die Interoperabilität zwischen Anwendungen, die Förderung herstellerneutraler „Meta-Communities“ von Anwendern, Entwicklern und System-Integratoren sowie die Bekannt- und Bewusstmachung der Vorteile von Open Source Software bei Unternehmen.

Besonderes Potential erkennt die OSA in der Verbesserung der Interoperabilität der Produkte der verschiedenen Open Source Software Produzenten. So sieht auch Michael Harvey, chief marketing officer des Gründungsmitglieds Centric CRM, die Open Source Software Anbieter derzeit insofern entscheidend im Hintertreffen, als diese im Gegensatz zu den großen Herstellern proprietärer Software keine Komplettlösungen anbieten. Die OSA versucht nun, diesen Wettbewerbsnachteil durch gezielte Zusammenarbeit zu beseitigen.

Seit ihrer Gründung ist die OSA mit Groundwork und Unisys bereits weiter gewachsen. Mit den Linux-Anbietern Red Hat und Novell sowie mit MySQL und SugarCRM sind Gespräche über einen möglichen Beitritt im Gange – laut verschiedenen Meldungen soll sogar Microsoft Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet haben.