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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Open Source Lizenz

Russische Föderation: Open Source Lizenzen als Schenkung?

Von Stefan Labesius
 
Im Internet-Blog von Anatolij Semenov sind seit einiger Zeit Antwortschreiben des russischen Finanzministeriums sowie des Forschungszentrums für Privatrecht beim Präsidenten der Russischen Föderation veröffentlicht, die unentgeltliche Lizenzverträge nach russischem Recht (Art. 1235 Zivilgesetzbuch der Russischen Föderation [ZGB]) als eine Schenkung (Art. 572 ZGB) im schuldrechtlichen Sinne einordnen. Jene Schreiben sind Antworten auf Anfragen des Dumaabgeordneten Vjac(eslav Kušc(ëv vom November letzten Jahres in Bezug auf die die Frage, ob eine solche Rechtegewährung ohne finanzielle Gegenleistung als eine Schenkung angesehen werden kann.
 
Dies hätte für deren wirtschaftliche Bedeutung erhebliche Folgen, denn für Schenkungen gelten besondere Einschränkungen im wirtschaftlichen Verkehr. So sind Schenkungen zwischen wirtschaftlichen Organisationen (wie z.B. Kapitalgesellschaften) unzulässig, soweit der Wert des Schenkungsgegenstandes 3000 Rubel übersteigt (Art. 575 Nr. 4 ZGB). Problematisch ist dabei schon die Frage der Wertbemessung, insbesondere, ob z.B. eine vergleichbare kommerzielle Lizenz als Bewertungsgrundlage herangezogen werden kann. Dementsprechend schließt das Antwortschreiben des Forschungszentrums für Privatrecht auch mit der Empfehlung für wirtschaftliche Organisationen, auf entsprechende Lizenzverträge zu verzichten. Vgl. dazu auch die Meldung auf www.info-foss.ru vom 25. Dezember 2008. » Weiter

The Rise of Open Source Licensing

Von Dr. Carsten Schulz
 
Im Verlag Turre Publishing ist das Buch "The Rise of Open Source Licensing -- A Challenge to the Use of Intellectual Property in the Software Industrie" von Mikko Välimäki erschienen. Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Doktorarbeit, die von der Universität Helsinki als Dissertation angenommen wurde.
Das Buch steht unter der Creative Commons Lizenz "Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0" und kann im Internet als PDF (ca. 4 MB) vollständig heruntergeladen werden. » Weiter

Open Source Initiative verschärft Kriterien zur Zertifizierung von Open Source Lizenzen

Von Denis Schopper
 
Die Open Source Initiative (OSI) will zukünftig veränderte Anforderungen an die Zertifizierung von Open-Source-Lizenzmodellen stellen. Dazu sollen neue Lizenzen nun nicht mehr ausschließlich aufgrund bestehender Kriterien der OSI-Definition überprüft werden - hierzu zählen unter anderem Verpflichtungen zur Einräumung des Rechts auf freie Weitergabe sowohl der Software im Objektcode als auch des Quellcodes (free redistribution), Beinhaltung oder Bereitstellung des Quellcodes (Source Code), Erlaubnis zu Veränderungen an der Software und deren Verbreitung (derived works) -, sondern es sollen zukünftig darüber hinaus drei weitere Kriterien hinzukommen, ohne diese eine "Zertifizierung" nicht mehr vorgenommen wird: Erstens darf die Lizenz keine Lösung für ein, bereits durch bestehende lizenzierte Software gelöstes Problem darstellen, zweitens muss die Lizenz klar, einfach und verständlich geschrieben sein und drittens soll die Lizenz auch für andere Projekte wiederverwendbar sein. » Weiter

Neues Lizenz Center auf ifrOSS-Website

Von Dr. Till Jaeger
 
Das ifrOSS stellt nunmehr eine erweiterte und inhaltlich strukturierte Lizenzsammlung zur Verfügung. Dieses Lizenz Center umfasst sowohl Open Source Lizenzen als auch Open Content Lizenzen und ähnliche Lizenzen aus deren Umfeld. Die Softwarelizenzen werden dabei zunächst danach eingeordnet, ob sie als Freie bzw. Open Source Software anzusehen sind oder nicht. Dies richtet sich nach den - nicht identischen - Vorgaben der Free Software Definition und der Open Source Definition. Innerhalb der Freien Software wird dann zwischen BSDartigen, GPLartigen und MPLartigen Lizenzen unterschieden sowie zwischen Artistic Lizenzen und Lizenzen mit Sonderrechten. Da die Einordnung nicht immer zweifelsfrei möglich ist und teilweise unterschiedlich bewertet wird, sind Zweifelsfälle mit dem Zusatz "Einordnung umstritten" versehen. » Weiter

HESSLA, eine kryptische Open-Source-Lizenz

Von Olaf Koglin

Die Cypherpunk-Gruppe Hacktivismo hat unter Verwendung von GPL-Teilen eine neue Open-Source-Lizenz geschaffen. Das Hacktivismo Enhanced-Source-Software License Agreement - kurz HESSLA - verbindet die Open-Source-Grundsätze mit Hacktivismo-Zielen: Der Förderung von Verschlüsselung und informationsgesellschaftlichen Bürgerrechten. Die HESSLA erlaut das Vervielfältigen, Bearbeiten und Verbreiten, verbietet aber aber das Abschwächen kryptografischer Funktionen und den Einbau von Spyware. » Weiter

World Wide Web Consortium veröffentlicht XML-Linksprache als Freie Software

Von Axel Metzger
 
Das W3C hat nach langjähriger Vorarbeit nunmehr die XML-Linksprache "XLink" Version 1.0 verabschiedet und nach den Bestimmungen der "W3C Software Notice and License" als Open Source Software frei gegeben . Das W3C-Konsortium ist eine Initiative von mittlerweile über 500 Institutionen und Unternehmen. Das W3C besteht seit 1995 und hat sich zum Ziel gesetzt hat, die Interoperabilität der im World Wide Web verwandten Protokolle zu sichern. » Weiter

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