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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

OpenDocument Format Alliance hat bereits 138 Mitglieder

Von Dr. Julia Küng
 
Die Mitgliederzahl der OpenDocument Format Alliance (ODF Alliance) hat sich seit ihrer Gründung vor eineinhalb Monaten fast vervierfacht. Das Ziel der ODF Alliance liegt darin, insbesondere Verwaltungsbehörden zu überzeugen, das offene XML-Dateiformat „OpenDocument“ anstelle proprietärer Standards wie dem Office-Dateiformat von Microsoft zu verwenden. Auf diese Weise möchte sie der Gefahr begegnen, dass Behörden eines Tages nicht mehr auf ihre eigenen Daten zugreifen können, weil etwa die erforderliche Software nicht mehr angeboten wird.

Hintergrund:

Das „OpenDocument Format“ wurde von OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) als anwendungsunabhängiges Dateiformat entwickelt. Dessen Verwendung soll sicherstellen, dass Daten unabhängig vom Bestehen bestimmter Software und vom Wechsel von Technologien auch in fernerer Zukunft noch les- und verwendbar sind.

Am 3. März 2006 wurde die ODF Alliance, eine die Arbeit von OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) am OpenDocument Format unterstützende Initiative, von 36 Unternehmen und Initiativen gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem IBM, Sun Microsystems, Red Hat und Novell, das OSDL (Open Source Development Lab) und das ANSI (American National Standards Instuitute), die es sich zum Ziel gesetzt haben, das OpenDocument Format zu promoten. Insbesondere die öffentliche Verwaltung soll durch die Verwendung offener Standards die alleinige Kontrolle über den Zugang zu ihren Dokumenten und Informationen gewinnen.

Nicht nur in den fernen USA, wo der Bundesstaat Massachusetts ab 2007 Dokumente nur noch als PDF oder OpenDocument speichern wird, sondern auch in Wien kommt das offene Dateiformat Open Document bereits prominent zum Einsatz: Im Zuge der Umstellung der Computer der Wiener Stadtverwaltung auf WIENUX (eine eigens für Wien entwickelte Version von Linux) wird auch OpenOffice.org, welches OpenDocument als Standardformat verwendet, auf allen Computern der Stadt installiert.

Auch andere Programme als OpenOffice.org 2.0, wie etwa Star Office 8 oder KOffice, verwenden OpenDocument bereits als Standardformat.

OASIS hat das OpenDocument Format auch bereits der „International Organization of Standards“ (ISO) vorgelegt. Diese soll das Format als ISO-Standard anerkennen. Der Entscheidungsprozess ist noch im Gange.